Die Brakeler Times interviewte Pascal Reis‘ Mit-Blogger und
Weggefährten Sebastian Groß. Hier exklusive Auszüge aus dem Interview.
Times: Herr Groß, inwiefern hat Sie die Arbeit mit Pascal
Reis verändert?
Sebastian Groß: Ach, ich glaube ich bin immer noch der
gleiche Typ Mensch wie früher.
Times: Andere Weggefährten von Pascal Reis erzählen immer wieder, wie die Zusammenarbeit sie verändert haben. Einige sprachen sogar von einer Erleuchtung.
Sebastian Groß: Erleuchtung? Nun, Pascal weiß wie ein
Lichtschalter funktioniert, das wusste ich aber auch schon früher. Ich glaube
was die Leute an Pascal so fasziniert ist zum einen seine Eloquenz und zum
anderen einfach seine Persönlichkeit. Er war halt immer er selbst. Er verbog
sich für niemanden, außer vielleicht für seine Geliebten im Bett,
| souli und stu im Gespräch (nicht im Bild: P. Reis u. S. Groß) |
Times: Wie kann man sich die Zusammenarbeit mit einer lebenden Legende wie
Pascal Reis vorstellen?
Sebastian Groß: Stressig? Teilweise zumindest. Man muss sich
stets darüber bewusst sein, das Pascal keine Pausen kennt. An Weihnachten
wollte ich drei freie Tage haben, aber Pascal meinte, es sein unprofessionell
und so haben wir dennoch Reviews veröffentlicht.
Times: Macht ihn das nicht unbeliebt?
Sebastian Groß: Zunächst ja, aber dahinter steckt sein Wille
nur das Beste zu geben. Er spornt damit auch andere an. Nicht nur mich. Es ist
positiver Stress und der kann sehr ergiebig sein. Wir profitieren davon.
Times: Mythen und Legenden gibt es ja reichlich rund um Pascal Reis. Welcher ist ihr Lieblings-Mythos?
Sebastian Groß: Schwer. Da gibt es so viele. Schöne wie
gnadenlosen schmerzhafte. (Er überlegt
etwas länger) Ich mag wohl am liebsten die, in der es darum geht, dass
Pascal angeblich seine Texte zunächst handschriftlich verfasst und als Tinte
nimmt er das Blut von tollwütigen Elefanten. (lacht)
Times: Ja, eine lustiger Mythos.
Sebastian Groß: Und eine törichter. Pascal ist Tier- und
Umweltschutz wichtig. Er würde nie bedrohte Tierarten töten.
Times: Also ist der Mythos unwahr?
Sebastian Groß: Fast. Pascal nimmt keine Elefantenblut,
sondern das von Einhörnern.
Times: Einhörner?
Sebastian Groß: Ja. Widerlicher Viecher. Die stinken,
glänzen kindisch und kacken überall hin.
Times: Gab es zwischen Ihnen und Pascal Reis auch einmal Streit?
Sebastian Groß: Mehr als nur einmal. Aber das war bis auf
eine Ausnahme meist nur verbales Kappeln. Nichts von Bedeutung. Nichts was
einen Schatten auf unsere Freundschaft werfe würde. Okay einmal haben wir uns
länger gestritten. Es ging darum ob Pascal obergeil oder megageil ist. Am Ende
mussten wir beide einsehen, dass Pascal eben Pascal ist und es gibt keine
größere Superlative als Pascal zu sein.
Times: Wie haben Sie Ihn eigentlich kennengelernt?
Sebastian Groß: Dank einer gemeinsamen Schwäche. Wir haben
die gleiche ungute Leidenschaft: das Tippspiel.
Sebastian Groß: Nein! Wir sind da schon um einiges
stilvoller. Wir haben uns auf einem Filmportal im Web kennengelernt und
angefangen zu tippen, wie wir Filme bewerten werden. Irgendwann haben wir das
dann professionalisiert. Seitdem spielen wir Filmbewertungs-Tippspiel. Das
macht großen Spaß, kostet aber auch viel Zeit. Es ist ganz einfach eine Suche
und ich will es nicht beschönigen, aber es gehört einfach zu unseren beiden
Leben mit dazu.
Times: Haben Sie keine Hilfe gesucht, um davon weg zu kommen?
Sebastian Groß: Nein, viel besser: wir haben einfach andere
dazu gebracht mitzumachen. Mittlerweile haben wir ein richtiges, kleines Syndikat
aufgebaut. Darauf sind wir stolz.
Times: Geteiltes Leid ist halbes Leid?
Sebastian Groß: So ist es wohl.
Times: Wieso heißt Ihr gemeinsamer Blog eigentlich Die Drei Muscheln?
Sebastian Groß: Weil der Name YouPorn schon rechtlich
geschützt war
Times: Und in Wahrheit?
Sebastian Groß: Das ist die Wahrheit.
Times: Gibt es zwischen Ihnen und Pascal auch Eifersüchteleien?
Sebastian Groß: Wie meinen Sie das?
Times: Nun, er gilt als Stars, als Aushängeschild und Sie sind eben nur…
Sebastian Groß: Ich bin eben nur so ein Typ. Aber wissen
Sie, privat ist Pascal niemand der den eigenen Superstar-Status raushängen
lässt. Wir beide reden auch nicht über solche Sachen wie Groupies oder andere
Dinge, die man spontan mit dem Begriff Star in Verbindung bringt. Wenn wir zwei
uns unterhalten reden wir ganz profan über alltägliche Dinge.
Times: Alltägliche Dinge?
Sebastian Groß: Ja, übers Wichsen. Halt ganz normalen Kram.
Times: Was haben Sie von Ihm gelernt?
Sebastian Groß: Also wichsen kann ich ohne ihn. Dafür brauch‘
ich keine Hilfe. Andere vielleicht, ich aber nicht.
Times: Nein, das meinte ich nicht.
Sebastian Groß: Ach so. Gut, denn im runterholen bin ich
echt super. Kostprobe?
Times: Nein, danke, Beantworten Sie lieber die Frage.
Sebastian Groß: Okay, na dann (schließt den Hosenstall undsteckt das Massage-Öl weg). Also was
ich gelernt habe ist, dass man Pascal auch Grenzen setzen muss. Einmal fragte
er mich, ob eine sexualisierte Überschrift für eine Review in Ordnung wäre. Ich
nickte ab und meinte aus Nettigkeit, er könne alles schreiben was er will.
Times: Ein Fehler?
Sebastian Groß: Definitiv. Seitdem sprudeln seine
Punktebeschreibungen und Überschriften davon über. Bei der Bewertung des Films „Tinkerbell“
von Disney vergab er sogar 2 von 10 Bukkake-Partys.
Times: Abschließend noch eine Frage: Was war das schönste Erlebnis, dass Sie mit Pascal Reis erlebt haben? Nicht sexuell gesehen.
| "Erlebnisse mit Pascal sind immer sexuell" |
Sebastian Groß: Erlebnisse mit Pascal sind aber immer
sexuell. Da gibt es keine Ausnahme. Egal ob Mann, Frau, Tiere oder Pflanze,
wenn man mit Pascal zu tun hat, umgibt einem immer der wohlige Schleier eines
mentalen Orgasmus.
Times: Und wann war dieser Schleier bei Ihnen am größten?
Sebastian Groß: Schwer. Immer dann, wenn wir es schaffen uns
gegenseitig zum Lachen zu bringen und das ausschließlich mit geschriebenen
Wörter, Also quasi jeden Tag.
Times: Herr Groß, vielen Dank für das Gespräch.
Sebastian Groß: Gerne. Bekomm ich jetzt mein Honorar?
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen
Lob ist gerne gesehen. Tadel kann sich verpissen.