Die Geschichte des Pascal Reis - Teil 3






D i e   G e s c h i c h t e   d e s    P a s c a l    R e i s
 - III -
Finger und Sucht

Ein außergewöhnlicher, junger Mann und Regale voller Filme. Ein einfältiges Wesen wie sie werter Leser, hätte sich damit begnügt. Filme schauen, sie gut oder schlecht finden, abends einen Tee und mittwochs zur Wassergymnastik. Daran ist nichts verwerflich, aber wenn man Pascal Reis ist drängt man immer wieder zu neuen Ufern. Und so ergab es sich, dass Pascal Reis beim auftragen von Hochglanzpolitur einen Penisbruch erlitt und seine Finger mehrere Wochen oberhalb der Gürtellinie verweilen mussten – außer das Gemächt schlürfte mal wieder über den Teppich oder verhedderte sich mit einem Kabel. Eine harte Zeit für Pascal Reis. So viel aufgestaute Energie und scheinbar keinerlei Ventil. Nachdem der Druck nach einer Sichtung von George Millers „Ein Schweinchen namens Babe“ in ungeahnte Höhen schoss (wobei in die Höhe nix schießen konnte, da die Finger nicht weiter wie bis zum Bauchnabel durften), entdeckte Pascal Reis eine Beschäftigung, die als Kompensation und Druckausgleich perfekt geeignet war: das Schreiben.



Penisbruch-Röntgenbild (stark verkleinert)
Aus Vaters Privatbibliothek (die Offizielle, nicht versteckte) entnahm er ein Fremdwörterlexikon, einen Duden sowie Stephen Kings „Alle Menschen machen Kacka“. Er begann diese Werke zu studieren und trainierte sich somit einen ungehörig großen und reichen Wortschatz an. Diesen nutze er dann dafür seine Meinungen zu Filmen niederzuschreiben. Somit waren seine Finger beschäftigt. Er merkte rasch dass ihm diese Tätigkeit gefiel und so schrieb und schrieb er, nur um dann weiterzuschreiben. Als sein Penisbruch geheilt hatte er die meisten seiner DVDs rezensiert und war zu dem Schluss gekommen, dass er ein ziemlich geiler Schreiber ist. Nach dem er seinen Big Little Pascal in den Vollglanz-Modus poliert hatte, meldete sich Pascal bei moviepilot.de an, nachdem er erfuhr, dass man dort seine Meinung zu Filmen offen kund tun kann.


Mit der MP-Zeit begann es sie dann, die immer noch anhaltende Hochkonjunktur des Pascal Reis, wie aber auch sein Abstieg hinab in die Sucht. Dennoch bei MP gab es von Beginn an nur lobende Worte und Reaktionen auf Pascals Schriften. So schrieb User natedb <<Das hast du wunderschön und treffend zusammengefasst>>, während Kubrick_Obscura sich ein <<Souli, die Kritik war so sexy. Darf ich dich heiraten? >> nicht verkneifen konnte. Andere User wie JackoXL brachten es auf den Punkt: <<Souli, brillant!>>. Angespornt von diesem positiven Echo schrieb er immer mehr, allerdings nicht um sich cineastisches weiterzubilden, sondern einzig und alleine um Likes zu bekommen. Pascal Reis wurde likesüchtig und das ist er bis heute.


In einem Artikel der Brakeler Times wurde Pascal Reis als der Ozzy Osbourne der Likes bezeichnet. Ein treffender Vergleich. Osbourne war zu Beginn seiner Karriere immer im Rauschzustand, solange bis er ein Wrack war und nun auf Medikamente angewiesen ist. Pascal Reis geht es ähnlich. Die Sucht sind beide Männer nicht los geworden. Ozzy unterdrückt sie mit Pharmazie, Pascal Reis hat angefangen neben Moviepilot für einen Marion-Cotillard-Fanblog zu schreiben. Der Name ist egal. Interessiert eh keine Sau, wie das Teil heißt. Dort gab es keine Likes aber zumindest hin und wieder ein Feedback. Das bloggen wurde zum Methadon des Pascal Reis. Gleichzeitig aber auch zur Chance von der Sucht wegzukommen. Eine Chance die Pascal Reis aber bis heute nicht nutze und während Ozzy mit seiner Tochter doofe Ballade trällert ist Pascal Reis immer noch purer Rock `n`Roll.

Den letzten Teil gibt’s hier
 

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